pict Florianstag2017 170519 100Wer - bitteschön - ist Florian? Und was hat es mit St. Petri auf sich?

Der heilige Florian ist Schutzpatron der Feuerwehr. Im zu Ehren feiern viele Feuerwehren den Florianstag (4. Mai). In Hamburg feiern wir den Florianstag um den 4. Mai herum in der Hauptkirche St. Petri. St. Petri hat für die Feuerwehr in Hamburg seit langer Zeit eine besondere Bedeutung. Bis zum Hamburger Brand 1842 gab es über Jahrzehnte eine Feuerwache im St. Petri-Kirchturm. Heute haben wir durch Erneli Martens, mit halber Stelle Landesfeuerwehrpastorin in Hamburg, eine feste Anbindung an die Hauptkirche St. Petri.

Und was haben wir mit alledem zu tun?

Wir gestalten zusammen mit Jugendlichen anderer Jugendfeuerwehren den Gottesdienst zum Florianstag! Es ist nämlich ein Gottesdienst von Feuerwehr für Feuerwehr - und natürlich auch für jedermann! Wochen vor dem anstehenden Termin wird ein Thema ausgesucht. Passend zu diesem Thema beteiligen wir uns beim Anspiel, den Lesungen, Fürbitten und den Dingen, die eben alle so in einen Feuerwehrgottesdienst gehören.

Und damit uns diese Dinge ganz leicht von der Hand gehen, treffen wir uns am Vorabend in der Kirche um zu proben, zu singen, zu essen und im Turm zu übernachten.

Neugierig? Hier findest Du einen Artikel zum Florianstag 2017.

TS8 8 DDRSeit 2015 nehmen wir am Elbpokal in Mecklenburg-Vorpommern teil. Dabei absolvieren wir den so genannten "Löschangriff nass". Ist geht darum, mit sieben Teammitgliedern einen Löschangriff mit zwei C-Rohren vorzutragen. Und das in möglichst kurzer Zeit. Es kommt bei diesem Wettbewerb nicht darauf an, nach Feuerwehrdienstvorschrift die Schläuche in der richtigen Reihenfolge zu verlegen, sondern zwei Ziele möglichst schnell von ihren Ständern zu "schießen".

"Infiziert" wurden wir 2014 von der Jugendfeuerwehr Neu Gülze-Zahrensdorf. Sie führten uns den Wettbewerb vor und luden uns auch gleich ein. Besonders an dem Wettbewerb ist auch, dass wir nicht unsere eigene TS (Tragkraftspritze) benutzen, sondern eine TS 8-8 aus der DDR. Unsere Bestzeit liegt bei 36 Sekunden. Das ist ganz schön schnell.

Wie das Ganze aussieht, kannst Du Dir in diesem Video anschauen:
pict video LA Nass

 

Auch bei der Nachtwanderung der Jugendfeuerwehr Hamburg, die einmal jährlich veranstaltet wird, sind wir immer mit dabei. Bei der Nachtwanderung geht es nicht nur darum, Nachts durch das Alstertal zu laufen: zahlreiche Aufgaben aus dem Bereich Feuerwehrtechnik und Spaß sind dabei zu absolvieren.

So müssen zum Beispiel Hindernisse mit Leitern überwunden, Schläuche verlegt, Knoten gemacht, Erste-Hilfe geleistet werden oder es müssen zum Beispiel Erbsen mit einem Hammer getroffen werden, nachdem diese durch ein Labyrinth gelaufen sind. Dabei ist eines besonders wichtig: der Spaß an der Sache und Teamgeist! Wie bei allen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr soll etwas gelernt, etwas mitgenommen werden.

Der August-Ernst-Pokal wird einmal im Jahr in Hamburg ausgetragen. Dabei werden die Schiedsrichter von der FF Oldenfelde-Siedlung gestellt, die Ausrichtung selbst übernimmt eine Jugendfeuerwehr mit Unterstützung vieler Helfer. Der August-Ernst-Pokal hat eine lange Tradition: 1976 hatten Fuhrunternehmer August Ernst und der damalige Landesjugendfeuerwehrwart Ernst Günther Rehder die Idee, diesen Wettkampf auszutragen. Erstmalig starteten im Jahr 1976 Jugendfeuerwehren, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

Beim August-Ernst-Pokal (AEP) geht es hauptsächlich um praktische Übungen aus den Bereichen Brandschutz, Technische Hilfe und Erste-Hilfe. Die Jugendmannschaften treten in einer Stärke von 1/8 (Gruppenführer und Mannschaft = eine Gruppe) an. Dabei ist besonders wichtig, dass jeder mit eingebunden wird. Die Teamleistung entscheidet. Bei jeder Übung wird das Auftreten der Gruppe und die Übung selbst bewertet.

Der August-Ernst-Pokal ist der anspruchvollste Wettbewerb der Jugendfeuerwehren. Alle zwei Jahre wird der Wettbewerb auf Bundesebene mit 20-25 Mannschaften ausgetragen.

Mehr Informationen findest Du hier: Wikipedia

 

Der Schlauchbootwettkampf ist ein Ereignis, welches jährlich im Bereich Vier- und Marschlande ausgetragen wird. Dabei treten nicht nur die Erwachsenen aus den Wehren im Bereich Bergedorf, Vier- und Marschlande, sowie die Jugendfeuerwehren aus dem Bereich gegeneinander im Paddeln an, sondern auch immer viele Gastwehren. So unter anderem auch unsere Partner-Jugendfeuerwehr aus Neu Gülze-Zahrensdorf.

Beim Schlauchbootwettkampf geht es darum, in möglichst kurzer Zeit mit einem Schlauchboot einen Hindernisparcours zu überwinden. Dabei fahren wir zum Beispiel mit dem Boot eine Rutsche herunter, klettern über Hürden und müssen einen Rettungsring aus einer bestimmten Distanz über ein Hütchen werfen. Der Wettkampf ist für uns ganz schön anstrengend, weil das Boot ganz schön schwer ist. Aber: es macht riesigen Spaß. Nass werden wird natürlich auch mal, aber vor Wasser scheuen wir uns nicht und die Klamotten trocknen ja wieder...

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