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Lieber Leser, liebe Leserin,

diese Chronik wird bis zu unserem großem Fest am 29.Juli 2018 nach und nach veröffentlicht. Das Ende der Chronik findest Du dann erst einmal nur in der Festzeitschrift, welche Du am Tag der offenen Tür kostenlos von uns erhalten kannst.

Alle Informationen findest Du auf unserer 50plus5-Sonderseite.

Um Dir das Lesen dieser Chronik einfacher zu machen, haben wir sie für Dich mehrere Abschnitte unterteilt. Die Punkte findest Du am rechten Rand. Wir haben uns sehr bemüht unsere Geschichte mit all den spannenden Abenteuern vollständig aufzuschreiben. Dennoch kann es passiert sein, dass uns das ein oder andere Detail verloren gegangen ist. Falls Du Ergänzungen zu unserer Chronik hast, freuen wir uns sehr über Deinen Hinweis an unseren JFW.

Nun wünschen wir Dir viel Spaß beim Lesen unserer Chronik. Deine Jugendfeuerwehr Hohendeich.

PICT JF Gestern heute 180224 tmb Ss


1954 - Unsere erste Jugendgruppe

1954 wurde die erste Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hohendeich von Reinhard Reymers aufgestellt und betreut. Damals bestand die Jugendgruppe aus zwei Teilen mit jeweils 12 Jungen. Die Gruppen übten schon fleißig und führten beim 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Hohendeich 1955 sogar eine Übung und einen Wettkampf vor. Ausgerüstet mit jeweils einem Kleintraktor und einer Edur-Pumpe mit Gartenschläuchen wurde gegeneinander angetreten.

PICT JF Vorfuehrung Hohendeicher Feuerwehrtag 1955

Für ihren Fleiß bekamen sie von Oberbranddirektor Schwarzenberger eine große Torte überreicht, die natürlich sofort verzehrt wurde.

PICT JF Torte zur Siegerehrung 1955

Die Mitglieder der Jugendgruppe waren alle uniformiert und mit großer Begeisterung bei der Sache. Jedoch konnte man sich auch nach langen Verhandlungen in Hamburg doch nicht entschließen, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. 1956 wurde die Jugendgruppe mit dem Versprechen „Alle werden Feuerwehrmann!“ wieder aufgelöst. Und es sollte noch zwölf Jahre bis zur Gründung der Jugendfeuerwehr Hohendeich am 29.02.1968 dauern.


29.02.1968 - Offizielle Gründung der Jugendfeuerwehr Hohendeich

Die Gründung und der Aufbau der Jugendfeuerwehr (JF) Hohendeich wurde ganz maßgeblich durch den damaligen Oberfeuerwehrmann und ersten Jugendfeuerwehrwart (JFW) Hans Emmen bestimmt.

Es war beim ersten Verbandsfeuerwehrtag 1967 Kirchwerder, als dort die JF Wellingsbüttel erstmals in der Öffentlichkeit auftrat. Hierdurch kamen dem ehemaligen Wehrführer der FF Hohendeich, Reinhard Reymers und Oberfeuerwehrmann Hans Emmen die Idee, auch eine JF Hohendeich zu gründen. Obwohl es einige Kritiker und sogar Gegner in der Wehr gab, ließen sich beide nicht entmutigen und fanden auch Jungen, die bereit waren mitzumachen.

Das Gründungsdatum der JF etwas Besonderes sein sollte, wurde es auf den 29. Februar 1968 festgelegt.

1968 Gruendungsfoto JF Hohendeich 2964

Die Gründungsmitglieder diese 4. Hamburger Jugendfeuerwehr waren: Gerd Buhr, Bernd Görges, Helmuth Haupt, Thomas Johannsen, Wilfried Kaul, Heinz-Werner Schnoor, Volker Köster, Bernd Sommerbeck, Karl-Heinz Thummernicht, Heinz Timmann, Joachim Witthöft und Manfred Witthöft.

Ab März 1968 wurde mindestens wöchentlich theoretisch und praktisch geübt. Am ersten Ausbildungsabend am 07.03.1968 wurden die Abkürzungen der Feuerwehr und Rufnummern gelehrt. Außerdem wurde am LF8 Fahrzeugkunde durchgeführt. Am zweiten Ausbildungsabend standen Knotenkunde und Theorie zu Brennen und Löschen auf dem Plan.

Dokumentation des ersten und zweiten Ausbildungsabends - 1968

Es fehlten allerdings noch die Uniformen, denn es sollte ein neuer Uniformtyp beschafft werden und dieser ließ auf sich warten. Einige jungen glaubten schon nicht mehr daran, jemals eine Uniform zu bekommen. Doch am 14. September 1968 war es soweit: die Einkleidung mit dem neuen Kunststoffuniformen.

Am Nachmittag diesen Tages stellte sich die JF Hohendeich zum ersten Mal der Presse und führte am Hafen Oortkaten einen Löschangriff vor. Die dort anwesenden Gäste, u.a. Bereichsführer Heinrich Meyer und Wehrführer Reinhard Reymers, waren von den gezeigten Leistungen überrascht und erklärten: „Wir brauchen uns um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen!“

Vorstellung Jugendfeuerwehr Hohendeich - in neuen Kunststoffuniformen - 14.09.1968

Beim ersten Wettkampf mit anderen Jugendfeuerwehren, am 27. Oktober 1968, siegte die JF Hohendeich gleich mit deutlichem Vorsprung beim Schnelligkeitswettbewerb und gewann den von der Bäckerei Kaul gestifteten Pokal. Dieser Sieg war Auftakt zu einer Serie von Wettkampferfolgen, die sich während der nächsten Jahre fortsetzen sollte: ob bei Fußballspielen oder Feuerwehrwettkämpfen, fast immer verließ die JF Hohendeich als Sieger den Platz (JFW Hans Emmen hatte offensichtlich ein Geheimrezept für diese Erfolge).

Im Jahre 1969 fand in der ersten Augustwoche ein großes Zeltlager für die Hamburger Jugendfeuerwehren auf dem Campingplatz von Heinrich Kaul am Hohendeicher See statt. Für die rund 100 teilnehmenden Jugendfeuerwehrmänner fanden Fußballspiele, Feuerwehrwettkämpfe und andere Aktivitäten, wie Wanderungen, Schnitzeljagten, usw. statt.

Gruppenbild - Zeltlager am Hohendeicher See 1969

 


Die 70 Jahre

In den folgenden Jahren wurden bei vielen Begegnungen mit anderen Jugendfeuerwehren neue Kontakte geknüpft. Genannt werden sollen hier z.B. folgende Begegnungen und Aktivitäten:

1970 – Zeltlager in Hamburg Neuenfelde
1971 – Zeltlager in Dettingen (Baden-Württemberg)
1972 – Zeltlager und Schlauchbootwettkämpfe im Westerwald
1973 – Wochenende in der Florianshütte in St. Blasien (Schwarzwald)
1973 – Teilnahme am Manöver eines Minensuchers auf der Ostsee
1974 – Zeltlager Münster-Sarmsheim (Rheinland)

Zu erwähnen wäre auch, dass die JF Hohendeich in dieser Zeit alle Schlauchbootwettkämpfe innerhalb und außerhalb Hamburgs gewonnen hat: ein Treffen mit der JF Höhr-Grenzhausen (Rheinlandpfalz) am Hohendeich im Jahre 1971 formte neue Freundschaften. Hieraus ergaben sich danach auch Gegeneinladungen, darunter die Reise nach Sankt Blasien im Jahre 1973. Dort wurden 14 Tage in einer Berghütte, 20 km von der „Zivilisation“ entfernt, verbracht. Hierbei wurde auch die längste Wanderung der JF Hohendeich unternommen: 44 km an einem Tag. Viele Teilnehmer waren der Ansicht, dass dies die schönste Reise war, die sie je mitgemacht hatten. Selbst kochen, abwaschen und ständig das Lagerfeuer in Gang halten ist wohl doch etwas Besonderes!

Anfang der 70er-Jahre wurde auch die beliebten „Beatfeste“ der JF Hohendeich ins Leben gerufen. Einmal wurden hierfür sogar der Zeitung die dazugehörigen Mädchen gesucht.

1976 Beatfeste Maedchen gesucht

1975 war die JF Hohendeich Ausrichter eines großen Zeltlagers am Hohendeicher See. Hierfür wurden bei hochsommerlichen Temperaturen 20 Mannschaftzelte für je 30 Mann, Waschzelte und ein Großraumzelt aufgebaut. Den 387 teilnehmenden Jugendfeuerwehrmännern wurde ein umfangreiches Programm geboten (u.a. eine Fahrt auf der Ostsee, Schlauchbootwettkämpfe, Bundesjugendfeuerwehrwettkämpfe).

Dieses Zeltlager war die letzte große Aktivität von JFW Hans Emmen, denn er war zwischenzeitlich bei der Berufsfeuerwehr Hamburg tätig und übergab daher am 06.01.1976 seinen Posten an Michael Kaul.

Im Zeltlager 1975 am Hohendeicher See hatte die Freiwillige Feuerwehr Fünfhausen die Versorgung der 387 Teilnehmer übernommen. Als damaliger „Küchenchef“ hatte Michael Kaul die Leitung der Versorgung. Hans Emmen machte ihm die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr sehr schmackhaft und so nahm Michael Kaul nach der Wahl im Januar 1976 das Amt als Jugendwart an. Für ihn begann damit eine aufregende Zeit. Die Dienste bei der Jugendfeuerwehr waren wöchentlich, dazu kam im Winterhalbjahr am Freitagabend eine Stunde Sport in der Ochsenwerder Turnhalle.

1976 besuchten die Hohendeicher Jugendlichen und Michael Kaul die Freiwillige Feuerwehr Kempten im Allgäu. Hier waren sie einer Einladung anlässlich des 100-jährigen Jubiläums gefolgt. Als Unterkunft diente ein ehemaliges Ratsgebäude. Eindrucksvoll waren die Ausflüge zur Zugspitze und zum Bodensee, die die JF Hohendeich mit ihrem eigenen Bus, den Hans Emmen steuerte, unternahmen.

Als weiteren Höhepunkt dieser Reise kann man den Auftritt beim „Bunten Abend“ der Freiwilligen Feuerwehr Kempten/ Lenzfried im Festzelt bezeichnen. Hier sorgten die Hamburger mit Shanties und dem „Hamburger Veermaster“ norddeutsche Atmosphäre. Auch die Teilnahme am großen Festumzug blieb jedem in Erinnerung.

1977 folgte dann sogar eine Auslandsreise. Diese führte die JF Hohendeich nach Kitzbühel in Tirol. Auch hier wurde wieder im eigenen Bus - mit dem dann Ausflüge nach Salzburg, dem Großglockner, nach Zell am See und sogar nach Meran in Südtirol unternommen wurden - gefahren. Unvergesslich wird der Unwettereinsatz in Kitzbühel sein, bei dem die JF Hohendeich half, die Straßen von Schutt und Sand freizuschaufeln.

In Kitzbühel werden nach einem Unwetter die Strassen von Schutt und Sand befreit - 1977

1978 fiel das damals 10-jährige Jubiläum in die Amtszeit von Michael Kaul. Dieses wurde im Februar mit einem Festabend im Gemeindezentrum Fünfhausen begangen. Hierzu konnte die JF Hohendeich viele Gäste - nicht nur aus Hamburg - begrüßen.

Im Sommer wurde ein großes Jubiläumszeltlager am Hohendeicher See veranstaltet. Zirka 200 Teilnehmer waren zu verzeichnen. Zum Rahmenprogramm dieses Zeltlagers gehörten Besuche bei der Berufs- und Flughafenfeuerwehr, Stadt- und Hafenrundfahrten sowie eine Ostsee-Butter-Tour. Im Zeltlager fand auch eine Nachtwanderung und ein Schlauchbootwettkampf statt. Zur Kameradschaftspflege traf man sich abends im Festzelt. Am Sonntag gab es einen Zeltlagergottesdienst. Natürlich gab es auch andere Aktivitäten, wie die Teilnahme an vielen Wettkämpfen, die Abnahme der Leistungsspange und Begegnungen mit anderen Jugendfeuerwehren.


Die 80er – frischer Wind und ein eigenes Feuerwehrhaus

1979 löste Wolfgang Jäger, ein Brandmeister der FF Hohendeich, Michael Kaul ab. Wolfgang Jäger führte die Jugendfeuerwehr bis zum März 1984 als dann Axel Sannmann zum nachfolgenden Jugendfeuerwehrwart gewählt wurde. Als Jugendfeuerwehrwartvertreter stand ihm Ulrich Kayser zur Seite.

Sie gingen mit frischem Mut an die Arbeit und schafften es, die damals 14 Jungen immer wieder für die Jugendfeuerwehrarbeit zu motivieren. So wurde jetzt jährlich in ein Zeltlager gefahren und kein Wettkampf ausgelassen.

Im Jahre 1985 nahm die JF Hohendeich erstmals am Erntedankumzug in Kirchwerder teil. Es kostete viel Zeit und Mühe einen Wagen zu schmücken, doch mit tatkräftiger Unterstützung einiger Eltern gelang es doch sehr gut. Im gleichen Jahr wurde auch am Wettkampf um den August-Ernst-Pokal teilgenommen.

1986 wurde der Jugendfeuerwehrwart-Vertreter (JFW-V) neu gewählt. Als Nachfolger von Ulrich Kayser trat Achim Buhr seinen Dienst an. Auch in diesem Jahr wurde wieder an Wettkämpfen und an einem Zeltlager in Baden-Württemberg teilgenommen.

1987 war die JF Hohendeich eine Woche bei der Freiwilligen Feuerwehr Westerbur im Landkreis Aurich zu Besuch. Sie nahm außerdem am Pokalschießen des Ochsenwerder Schützenvereins, am Bundeswettkampf, beim August-Ernst-Pokal und beim Schlauchbootwettkampf teil.

1988 trat ein neuer Jugendfeuerwehrwart-Vertreter sein Amt an. Als Nachfolger von Achim Buhr wurde Jens Helmke gewählt. In diesem Jahr begann die Zeit, in der die Jugendfeuerwehr Hohendeich bei Wettkämpfen immer auf den vorderen Plätzen zu finden war. Es wurde am Landeszeltlager in Neuwied (Rheinlandpfalz) sowie an mehreren Wettkämpfen teilgenommen. Außerdem wurde eine eigene Fotoausrüstung angeschafft.

1989 nahm die JF Hohendeich am Bundesjugendzeltlager in Scharbeutz an der Ostsee teil. Außerdem wurde wieder beim Schlauchbootwettkampf, Erntedankumzug, Pokalschießen und am Bundeswettkampf teilgenommen. Am 23.06.1989 wurde das neue Feuerwehrhaus der FF Hohendeich am Ochsenwerder Elbdeich 325 eingeweiht. Der Neubau war nötig geworden, denn die moderne Technik erforderte mehr Platz. Das bis dahin genutzte Feuerwehrhaus am Ochsenwerder Elbdeich 319 sollte aber erhalten bleiben und so erhielt die JF Hohendeich die einmalige Gelegenheit, ihr eigenes „Jugendfeuerwehrhaus“ zu beziehen.


Die 90er – Mädchen in der Jugendfeuerwehr

1990 musste Jens Helmke seinen Posten als Jugendfeuerwehrwart-Vertreter aus beruflichen Gründen aufgeben. Seit dieser Zeit stand Axel Sannmann mehr oder weniger allein vor der Aufgabe, eine Gruppe von 15 bis 17 Jungen auszubilden (nur bei Fahrten und Zeltlagern unterstützte ihn seine Ehefrau Antje).

Gruppenbild JF Hohendeich – 90er

1990 besuchte die JF Hohendeich den deutschen Feuerwehrtag in Friedrichshafen am Bodensee. Außerdem wurde das Landeszeltlager in Baden-Württemberg besucht, sowie an verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen. Es fanden sich jetzt auch drei ehemalige Jugendfeuerwehrmänner, die Axel Sannmann bei seiner Arbeit unterstützten: Volker Steffen und Andreas Burmester (Spitzname „Bommel“) von der FF Kirchwerder-Süd und Mirko Plath von der BF.

1991 ging es zum Landeszeltlager in Wolfshagen (Niedersachsen). Beim August-Ernst-Pokal, Sportpokal, Schlauchbootwettkampf, Pokalschießen sowie beim Erntedankumzug waren die Jugendlichen ebenfalls wieder mit Erfolg dabei.

1992 wurde am 6. Landeszeltlager in Hamburg-Allermöhe teilgenommen, sowie an den schon bekannten Wettkämpfen. Im Laufe des Jahres wurden bei der Feuerwehr Hamburg zwei wichtige Entscheidungen für Jugendfeuerwehren getroffen: die Ausarbeitung einer eigenen Jugendfeuerwehrordnung und die Herabsetzung des Eintrittsalters von zwölf auf zehn Jahre. Durch diese zweite Entscheidung kam es bei der JF Hohendeich zu einem Bewerberansturm, der kaum zu bewältigen war. Doch auch ohne diesen Ansturm litt die JF Hohendeich bis dahin eigentlich nie unter Nachwuchsmangel. Durch die Erweiterung des Einzugsbereiches von Ochsenwerder auf die gesamten Vier- und Marschlande waren immer mehr Jungen da, die bei der Jugendfeuerwehr mitmachen wollten.

1993 feierte die JF Hohendeich 25-jähriges Jubiläum. Am Samstag, den 03.07.1993, wurde eine Disco mit Unterstützung von Manfred Hauke (Disco total) veranstaltet, zu der viele Jugendfeuerwehren und Gäste kamen. Am Sonntag konnten sich Interessierte durch die Jugendlichen und Erwachsenen über die Arbeit in der Jugendfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Hohendeich bei einem Tag der offenen Tür informieren. Außerdem ging es im Sommer zum Zeltlager nach Trier.

Gruppenbild "It's cool man!" im Zeltlager in Trier - 1993

1994 wurden die Schwestern Sandra und Marion Kock am 5. Januar als erste weibliche Mitglieder in der JF Hohendeich aufgenommen. Beide wechselten später in die Einsatzabteilung der FF Hohendeich, Marion Kock ist auch heute noch in der Einsatzabteilung aktiv und unterstützt die Minifeuerwehr Hohendeich.

1995 war ein neuer Jugendfeuerwehrwart-Vertreter gefunden: Hartmut Kock erklärte sich bereit, den Posten zu übernehmen und wurde von den Jugendlichen gewählt. Im Sommer 1995 wurde am Zeltlager in Schneeberg (Sachsen) teilgenommen. Axel Sannmann und Hartmut Kock führten die JF Hohendeich auch in den Folgejahren mit ruhiger Hand. Die Jugendlichen nahmen weiterhin sehr erfolgreich an Wettkämpfen auf Landes- und Bundesebene teil und besuchten zahlreiche Veranstaltungen.

1996 ging es ins 7. Hamburger Landeszeltlager 1996 nach Dorum (Nordsee/ Niedersachsen).

1997 konnten die jungen Feuerwehrleute ihr Können auch live unter Beweis stellen. Auf der Rückfahrt vom Sportpokal in Altengamme (1.Platz) war es ungefähr auf Höhe Schulweg, als bei JFW Axel Sannmann der Pieper auf einen Alarm aufmerksam machte. Feuer im Homannring! Bei einem Einfamilienhaus stand das Dachgeschoss in Flammen. Da die Gruppe mit dem zweiten Fahrzeug unterwegs war und dieses vermeintlich gebraucht wurde und außerdem erfahrene Jugendliche an Bord waren, fackelte JFW Axel nicht lange und fuhr zum Homannring. Vor Ort bauten die Jugendlichen die Wasserversorgung auf und bereiteten das 1. C-Strahlrohr für den Angriffstrupp vor. Eine kluge Entscheidung, denn durch die Unterstützung der JF konnte die FF beim Eintreffen sogleich mit dem Löschen beginnen. Das Haus konnte gerettet werden und der Schaden wurde größtenteils auf das Obergeschoss begrenzt.

1999 fuhren die Jugendlichen der JF Hohendeich zum 8. Hamburger Landeszeltlager nach Pepelow in Mecklenburg-Vorpommern. Noch gut in Erinnerung sind einigen Ehemaligen die ausufernden Zeltlagertaufen. Dabei wurde der Täufling hinterrücks überrascht, dann zumeist an einer Bank oder einem ähnlichen Gegenstand gefesselt und von allen Jugendfeuerwehrleuten mit Stiften bemalt und kunstvoll mit Zahnpasta verziert. Die Zeremonie endete mit einer kalten Dusche.

Zeltlagertaufe

 


Die 2000er – CTIF, die Mülltonne und ein neues Zelt

Im Januar 2000 kam Axel Sannmann auf Heiko Jungclaus zu und fragte ihn sicherlich nicht ganz ohne Hintergedanken, ob er nicht mal Interesse hätte, sich das Üben und die Arbeit in der Jugendfeuerwehr anzugucken. Nach kurzer Zeit ging es dann schneller als erwartet und Heiko Jungclaus löste schon im Februar Axel Sannmann als Jugendfeuerwehrwart ab. Damals wurde Heiko von Hartmut Kock tatkräftig als Jugendfeuerwehrwart-Vertreter (JFW-V) unterstützt.

Im Jahr 2000 hat die JF unter Heikos und Hartmuts Führung viel erlebt. Es wurde an zahlreichen Wettkämpfen wie dem August-Ernst-Pokal, dem Schlauchbootwettkampf oder Marschenpokal teilgenommen. Großes Highlight in diesem Jahr war der internationale CTIF Wettbewerb. Da der zweite Platz des Hamburger Landesentscheids nicht am Bundesentscheid teilnehmen konnte, rückte der Drittplatzierte nach. Somit durften die Jugendlichen der JF Hohendeich nach Augsburg zum Bundesentscheid fahren. In Augsburg wurde es im Rahmen des CTIF Wettbewerbes nicht nur Ernst, auch viel Spaß und Abwechslung waren mit dabei. Zeitgleich fand für alle Wettkampfteilnehmer ein Zeltlager statt, bei dem nicht nur die Jugendlichen untereinander Spaß hatten, sondern auch die Jugendwarte und Betreuer mit den Jugendlichen. So wurde der heutige Jugendfeuerwehrwart Sebastian Steder damals von Hartmut in die Mülltonne gesteckt, was natürlich für Erheiterung – auch noch Jahre später - sorgte. Aber nicht nur Sebastian musste einstecken: auch die anderen Jugendlichen haben ihr Fett wegbekommen. An den freien Tagen in Augsburg wurde die INTERSCHUTZ (Bei der INTERSCHUTZ handelt es sich um die Weltleitmesse für die Bereiche Rettungsdienst, Brand- bzw. Katastrophenschutz und Sicherheit, die nun alle fünf Jahre stattfindet.) und die Augsburger Puppenkiste besucht.

2001 ging es mit vielen weiteren Wettkämpfen wie die Nachtwanderung, August-Ernst-Pokal, Bille-Rallye und Sportpokal der Direktion Ost in Hohendeich weiter. Im Sommer wurde vom 21.07 – 29.07 am Landeszeltlager in Berlin teilgenommen.
Nachdem die Zelte alle aufgebaut waren, sollte der JFW zur Einweisung zum Kernteam kommen. Trotz der langen Anreise waren alle Jugendliche noch putzmunter, sodass JFW-V Hartmut Kock kurzerhand mit ihnen und den Betreuern in die Stadt zur Loveparade fuhr. In der feiernden Menge konnten die Jugendlichen sich ordentlich verausgaben. Zum Abschluss gab es noch ein leckeres Eis.

Dank Inge Kock konnten sich die Jugendlichen bei dem heißen Wetter kräftig abkühlen: Inge hatte die brillante Idee, einen Pool zu kaufen und diesen direkt vor das Zelt zu stellen. Zur Abkühlung im kühlen Nass ließen sich die Jugendlichen nicht zweimal bitten. Auch das Kernteam des Zeltlagers kam hin und wieder zum Plantschen vorbei.

2002 wurde für das Internationale Zeltlager in Allermöhe ein neues Zelt gekauft. Dank der großzügigen Unterstützung der Eltern und einigen Spendern konnte das SG-500 von Lanco beschafft werden. Bis heute begleitet das Zelt die Jugendlichen zu jedem Zeltlager.

Weiterhin stellten die Jugendlichen ihr Können bei Wettkämpfen wie der Nachtwanderung, dem Schlauchbootwettkampf, dem Marschenpokal und dem August-Ernst-Pokal unter Beweis. Im Mai 2002 wurde erstmals der St. Florianstag veranstaltet. Dabei wurde der Gottesdienst aktiv von den Jugendlichen mitgestaltet. Nach dem Gottesdienst fand auf dem Kirchplatz ein buntes Rahmenprogramm statt und auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

2002 wurden erste Onlineversuche mit einer eigenen Internetseite unternommen. Heute besteht die Webseite der JF Hohendeich bereits über 10 Jahre und informiert unter www.jf-hohendeich.de über die Aktivitäten der Jugendlichen.

2003 löste Andreas Westphal den amtierenden JFW-V Hartmut Kock ab und unterstütze JFW Heiko Jungclaus.

An zahlreichen bekannten Wettkämpfen wurde teilgenommen. Zudem stand auch der St. Florianstag wieder mit auf dem Zusammenkunftsplan, bei dem die Jugendlichen erstmals im Kirchturm von St. Petri übernachten konnten. Der St. Florianstag und die Übernachtung im Turm von St. Petri ist seit 2002 bzw. 2003 fester Bestandteil des alljährlichen Zusammenkunftsplans.

Im Sommer hieß es abermals: ab ins Zeltlager! Heiko Jungclaus und Andreas Westphal fuhren mit den Jugendlichen ins Zeltlager nach Lemwerder (Niedersachsen). Der Spaß kam natürlich nicht zu kurz und da es besonders viele Jugendliche gab, die zum ersten Mal bei einem Zeltlager mitmachten, wurden besonders viele Zeltlagertaufen durchgeführt. Beim Abendprogramm wurde der Kreativität freien Lauf gelassen.

Unter dem Motto „Miss Feuerwehr“ wurde Sascha E. als Mädchen verkleidet. Leider konnte man sich mit der Hohendeicher Schönheit im Finale nicht gegen andere Teilnehmer(innen) durchsetzen.

2004 wurden eigene Jugendfeuerwehr-Cappies angeschafft, damit war die JF bei der Teilnahme an Wettkämpfen und Veranstaltungen als Gruppe erkennbar. Außerdem fuhr man zum Zeltlager nach Bremen an den Werder See. Besucht wurden das Bremer Stadion und die Bremer Flughafen Feuerwehr. Beim St. Florianstag wurde mit Wasserwänden und beim Kistenstapeln unterstützt.

Im Sommer 2004 veranstaltete die FF Hohendeich einen Tag der offenen Tür. Mitglieder der JF spielten bei der Brandstifterballade mit und löschten das von Max und Moritz entfachte Feuer.

Brandstifter-Ballade - 2004

2005 standen wieder zahlreiche Wettkämpfe auf dem Zusammenkunftsplan. Beim Tag der offenen Tür in der Zentralschule Kirchwerder unterstützte die JF tatkräftig und präsentierte sich den Schülerinnen und Schülern. So wurden verschiedene Mitmachstationen zu den Themen Löschangriff, Technische-Hilfe und Erste-Hilfe angeboten.

Mit Unterstützung von den Jugendlichen Marco Schmitt und Sebastian Steder sanierten Heiko und Andreas das Jugendfeuerwehrhaus. Dem Gruppenraum wurde ein neuer Anstrich verpasst und Urkunden und Bilder an den Wänden angebracht. In Ergänzung zu den JF Hohendeich Cappies wurden JF Hohendeich Polo-Shirts angeschafft. Diese sollten zukünftig zu besonderen Anlässen wie dem St. Florianstag oder anderen Festivitäten getragen werden.

Zudem feierte die FF Hohendeich ihr 100-jähriges Jubiläum mit einem dreitägigen Fest. Neben der Unterstützung des Kinderprogramms und der Teilnahme am Festumzug trugen die Jugendlichen beim Kommersabend ein Lied vor, das JFW-V Andreas Westphal eigens komponiert hatte.

Gruppenbild JF Hohendeich - 2005

Damit alle mitsingen können, haben wir es hier abgedruckt:

Melodie: John Denver - Take Me Home, Country Roads

„Vor hundert Jahren, Pferd und Wagen
So sind sie, zum Löschen gefahren
Heut’ ist’s moderner, rote Autos fahr’n    
Hohendeicher Feuerwehr, ist wieder

Feuerwehr, Hohendeich
Hundert Jahr’, wir gratulier’n
Schnelle Hilfe, seit hundert Jahren
Hohendeich, Feuerwehr

Und beim Einsatz, halb so schlimm
Bei der Übung, habt ihr schon trainiert
Spaß und Arbeit, waren auch dabei
Und ihr sitzt zusammen, bis der Pieper geht

Feuerwehr, Hohendeich
Hundert Jahr’, wir gratulier’n
Schnelle Hilfe, seit hundert Jahren
Hohendeich, Feuerwehr …“

Ende des Jahres bedankten sich die Jugendlichen bei Heiko und Andreas mit einem Grillabend. Ein eigens angefertigtes Erinnerungsbuch wurde feierlich überreicht.

2006 – Zeltlager. Zusammen mit JF Kirchsteinbek und JF Billwerder ging es nach Scharbeutz an die Ostsee. Auf der Autobahn wurde der Konvoi mehrfach angehupt. Was zunächst als nette Geste verstanden wurde, stellte sich später als Hinweis auf eine qualmende Hinterachse heraus. Der „Rundhauber“ (LF 16-TS) qualmte ordentlich und so wurde auf dem Standstreifen gehalten und mittels Kübelspritze gekühlt, so wie man es bei den Übungen gelernt hatte. Der Qualm wurde letztendlich von einer heißgelaufenen Trommelbremse verursacht. Die Fahrt konnte mit stetigem Blick in den Rückspiegel fortgesetzt werden und man kam schließlich in Scharbeutz an. Zusammen mit den Jugendlichen der anderen JFen wurde die Jugendflamme 1 bestanden und mehrere Aktivitäten unternommen. So ging es zum Baden in die Ostseetherme und das Studio der Serie „Küstenwache“ wurde besucht.

Im Sommer veranstaltete die Jugendfeuerwehr Hamburg den Heide-Park-Tag an dem die JF Hohendeich natürlich mit von der Partie war. Aber nicht nur Spaß stand auf dem Dienstplan, auch ernste Themen wie Wettkämpfe standen an. So wurde wieder am Schlauchbootwettkampf, der Leistungsspange, dem August-Ernst-Pokal und der Nachtwanderung teilgenommen.

2007 legte Andreas Westphal das Amt des Jugendfeuerwehrwart-Vertreters nieder. Ein neuer Stellvertreter für JFW Heiko Jungclaus wurde gesucht. Das Amt wurde zügig durch Sebastian Steder, der sich vorher bereits als Betreuer engagierte, übernommen.

Anlässlich des 40-jährigen Geburtstages der Jugendfeuerwehr Hamburg wurde im Mai 2007 eine große Geburtstagsübung veranstaltet, zu der Jugendfeuerwehren im ganzen Stadtgebiet unterwegs waren und Aufgaben lösten. Die FF Hohendeich unterstützte ihre JF tatkräftig und hatte im Hafen Oortkaten und der Werft eine Einsatzlage für mehrere Jugendfeuerwehren vorbereitet. An der Großübung beteiligten sich über 40 Gruppen.

Jugendliche bei der Einsatzlage auf der Werft im Oortkatener Hafen – 2007

Und auch der Spaß kam 2007 nicht zu kurz: im August richtete die FF Hohendeich den Schlauchbootwettkampf am Hohendeicher See aus. Auch die Hohendeicher Jugendlichen beteiligten sich mit vollem Einsatz am Wettkampf und konnten vor hunderten Zuschauern bei bestem Wetter einen sehr guten ersten Platz erreichen. Einige Tage vor dem Wettkampf vergnügte man sich beim „Abflug“. In der Nähe der Surfschule hatte man eine große Rampe in den See gebaut, von der man mit oder ohne Fluggeräte in den See springen konnte. Es wurde sich richtig verausgabt. Mit Bobbycars und Schwimmringen ging es von der Riesenrutsche ab in den Hohendeicher See.

Abflug! – 2007

Einige der Jugendlichen hatten die Möglichkeit, an der Prüfung zur Jugendflamme Stufe 2 teilzunehmen. Diese wurde in Wentorf abgenommen und von allen Teilnehmern bestanden.

2008 standen nicht nur Feuerwehraktivitäten auf dem Zusammenkunftsplan. Nachdem bereits 2007 erstmals ein Spiel der Hamburg Sea Devils besucht wurde, wurde auch 2008 in die damalige AOL Arena gefahren. Dort verfolgte man bei Wurst und Cola ein schönes Footballspiel und feuerte die Sea Devils kräftig an.

Beim Schlauchbootwettkampf konnten die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen. Mit zwei Mannschaften wurde teilgenommen und mit der ersten Gruppe erreichte man erneut den 1. Platz und konnte somit den Titel verteidigen.

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der JF Hohendeich wurde 2008 ein Tag der offenen Tür organisiert. Großzügig stellte Johannes Kindler seinen Hof zur Verfügung, so dass ausreichend Platz für Verkaufsstände, Fahrzeuge und Vorführungen zur Verfügung stand. Stolz präsentierte sich die JF bei einer Löschübung.

Auch beim St. Florianstag war man wieder ganz aktiv dabei. Im Gottesdienst wurde ein Zirkus veranstaltet, die Kirche kurzzeitig zur Manege gemacht. Mit Einrad fahren, Jonglieren, Tellerdrehen, Seilspringen und Fußball spielen wurden die Gäste des Gottesdienstes unterhalten.

Anspiel beim Gottesdienst zum St. Florianstag - 2008

2009 konnte die JF Hohendeich weitere Erfolge feiern. Bei der Nachwanderung im Alstertal wurde beispielsweise der 2. Platz belegt. Beim St. Florianstag wurde eine Himmelsleiter hinter dem Altar aufgebaut, die während des Gottesdienstes erklommen wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es wieder ein buntes Rahmenprogramm rund um die Kirche. Auch das Smart-Ziehen durfte nicht fehlen: dabei wurden Smarts um die Wette gezogen – jung gegen alt, Betreuer gegen Jugendliche. Natürlich haben die Jugendlichen gewonnen!

Smart-Ziehen St. Florianstag - 2009

Nach einer zweijährigen Pause wurde im Sommer am 9. Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr Hamburg in Grömitz an der Ostsee teilgenommen. Dort erwartete die JF ein spannendes Programm. So wurde an einem Tag bei einer Lübeck-Rallye die Lübecker Altstadt unsicher gemacht und zur Belohnung gab es beim Eisverkäufer der Wahl ein leckeres Eis. Am Folgetag wurde der Hansa-Park besucht und in vielen kleinen Gruppen von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft marschiert. Rund um den Zeltplatz gab es viele sportliche Aktivitäten und natürlich kam auch das Baden in der Ostsee nicht zu kurz.

Gruppenbild JF Hohendeich - Zeltlager Grömitz - 2009

Zum Abschluss des Sommers vergnügte man sich zusammen mit den Eltern beim Abflug am Hohendeicher See. Dort wurde ein geselliger Abend mit vielen wilden Rutschpartien verbracht. Einige Tage später wurde ein Grillabend bei Familie Elze am Hohendeicher See veranstaltet. Hier durften die Eltern natürlich nicht fehlen, da ihnen Bilder und Emotionen der letzten Jahre präsentiert werden sollten.

Grillen mit den Eltern der JF - 2009